Lage von Hohenfelden

Der 1299 erstmals urkundlich erwähnte Ort liegt östlich des weithin sichtbaren, 513 m hohen Riechheimer Berges auf einer Höhe von etwa 340 m über N.N. Die unmittelbare Umgebung ist landwirtschaftlich geprägt, während es in wenigen Kilometern Entfernung ausgedehnte Waldflächen im Landschaftsschutzgebiet Mittleres Ilmtal gibt.

Der Hohenfeldener Stausee

Walter Morche

Dort wo sich heute der Stausee Hohenfelden befindet, lag einst der Enzeröder See. Urkundlich wurde er erstmals im Jahre 1370 erwähnt. Seinen Namen hat er von der ehemaligen kleinen Ansiedlung Enzeroda – Rodungsgründung eines Enzo -, 1142 als Enzenrode erwähnt. Das Gebiet des Sees, 110 weimarische Acker umfassend, wurde 1592 von Karl von Gleichen an Herzog Friedrich Wilhelm von Sachsen-Weimar-Altenburg verkauft. Dieser ließ den See 1599 von Mansfelder Bergleuten abstollen und abgraben, um zusätzliche Wiesen zu gewinnen. Die Fläche verlandete, einige der tiefsten Stellen blieben mit Wasser gefüllt. Die Wiesenflächen (Seewiesen) waren aber von minderer Qualität und wurden schließlich 1758/59 an die Hohenfelder Bauern verkauft. Über mehrere Jahrhunderte hat sich die Erinnerung an den See in Flurnamen wie Seewiesen, Seeleite, Seebrücke und „Im See“ erhalten.

Am Ende des 18. Jahrhunderts ließ die kurmainzische Regierung auf einigen Wiesen Torf stechen und Torfsteine herstellen, die von den Hohenfeldern nach Erfurt gefahren werden mussten. In dieser Zeit soll auch die sogenannte Torfscheune gebaut worden sein, die in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts nach Hohenfelden umgesetzt wurde. Von 1824 bis 1850 wurden auf verschiedenen Grundstücken des Sees Versuche gestartet, wiederum Torf abzubauen. Aufgrund der geringen Ergiebigkeit wurden diese aber wieder eingestellt. Auch von 1945 bis 1966 war das Gebiet des ehemaligen Sees Torfabbaugebiet. Nach Anstau der Wasserfläche begann 1983 nochmals der wasserlastige Torfabbau bis zum Jahre 1990.

Das landschaftlich herrliche Gebiet des Hohenfeldener Kessels mit seiner besonderen Schönheit und Eigenart wurde 1967 durch den Anstau der 38 ha großen Wasserfläche zu einem Erholungszentrum ausgebaut. Der Stausee Hohenfelden ist seit dieser Zeit ein beliebtes Ausflugsziel mit vielfältigen Freizeitangeboten. Der Ferienpark „Stausee Hohenfelden“ verfügt über den größten Campingplatz Thüringens.

Um eine ganzjährig vielseitige Auslastung zu erreichen und die Attraktivität des Ferienparks zu erhöhen wurde im Jahr 2001 die Avenida-Therme mit einer großen Saunawelt sowie 2012 ein Aktivpark mit Kletterwald errichtet.